Nager

Hamster   

 

Hamster kommen wild vor allem in Eurasien vor. In Europa gibt es den wilden Feldhamster oder auch Europäischer Hamster.

Als Haustiere werden bei uns hauptsächlich der aus Syrien stammende Goldhamster (Mesocricetus auratus) und die ursprünglich in China, der Mongolei und Westsibirien beheimateten Kurzschwanz-Zwerghamsterarten Dsungarischer Zwerghamster (Phodopus sungorus), Roborowski-Zwerghamster (Phodopus roborovskii) und Campell-Zwerghamster (Phodopus sungorus campbelli) gehalten.

Haltung und Pflege

Hamster haben einen hohen Bewegungsdrang, ein Käfig mit 1m² Fläche ist daher Minimum. Der Käfig sollte möglichst niedrig und mit allerlei Verstecke und Dingen ausgestattet sein, die der Hamster erkunden kann. Hamster sind nicht besonders geschickte Kletterer und bereits ein Sturz aus geringen Höhen kann gefährlich sein. Daher sind Käfige mit mehreren Etagen entsprechend zu sichern. Der Käfig sollte außerdem an einem ruhigen und zugfreien Ort. Käfigausstattungen aus Plastik sollten vermieden werden. Besser sind Naturmaterialien wie Holz. Auch 'Hamsterwatte' ist nicht geeignet für den Hamster, da er sich darin einwickeln könnte.

Hamster sind nachtaktiv. Daher sollte der Käfig an einem Platz aufgestellt werden, wo der Hamster mit seinem Lärm nachts niemanden stört und er seinerseits tagsüber seine Ruhe hat.

Hamster sind keine Kuscheltiere wie Hunde oder Katzen. Sie mögen es nicht sehr angefasst oder gestreichelt zu werden. Daher sind Hamster in der Regel nicht für Kinder geeignet sondern eignen sich primär als Tiere zur Beobachtung.
Hamster brauchen eine ausgewogene Ernährung. Im Gegensatz zur Meinung vieler sind Hamster keine reinen Vegetarier. In der freien Wildbahn fressen Hamster viele Arten von Früchten, Kräutern, verschiedene Samen von Pflanzen (z.B. Sonnenblumenkerne), Nüsse, kleine Insekten sowie kleine Säugetiere. Bei der Ernährung sollte auf eine Abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung geachtet werden. Neben frischen Gräsern und Kräutern sollte der Hamster regelmäßig Getreide, frisches Gemüse wie Karotten oder geschälte Gurken sowie Insekten oder Insektenlarven wie bspw. Mehlwürmer bekommen. Tierisches Eiweiß ist für Hamster sehr wichtig und muss unbedingt gefüttert werden. Als Ersatz für Insekten und Larven kann auch Quark oder gekochtes Hühnereiweiß gefüttert werden. Zuckerhaltige Nahrungsmittel (darunter fallen auch viele sogenannte 'Hamsterdrops') sollten nicht gefüttert werden, da diese dem Hamster schwer schadenk können. Dem Hamster sollte außerdem stets frisches Wasser sowie ein Salzstein zur Verfügung stehen , den er bei Mineralienmangel ablecken kann.

Quelle: www.netzwissen.com

Kaninchen   


Das Hauskaninchen ist die domestizierte Form des europäischen Wildkaninchens. Hauskaninchen werden sowohl als Nutztiere zur Fleisch- und Pelzproduktion als auch als Heimtiere gehalten, wofür sich vor allem die Zwergrassen eignen.

Grundbedürfnisse:

    * Sozialkontakt mit Artgenossen (Kaninchen benötigen mind. einen Partner gleicher Art)
    * Bewegung, Nagen, Graben, Versteckmöglichkeiten/Unterschlupfe
    * Überblick
    * Abwechslung, Ruhepausen
    * Abwechslungsreiche Nahrung (Heu zur ständigen Verfügung, Kräuter, Gemüse und Obst)

Haltung und Pflege

Kaninchen sind reine Pflanzenfresser und brauchen eine entsprechende Ernährung. Der Verdauungstrakt der Tiere ist auf eine gleichmäßige Nahrungszufuhr angewiesen. Unterbrechungen in der Nahrungszufuhr über einen längeren Zeitraum sind als Notfall zu betrachten und können sich lebensbedrohlich auswirken. Der Verdauungsapparat ist auf die Verwertung von Gräsern ausgerichtet; kohlenhydratreiche Nahrung, wie z. B. Getreide, in zu großen Mengen kann langfristig Schäden verursachen. Grundsätzlich sollte die Futterzusammensetzung daher dem in freier Natur vorhandenen Nahrungsangebot ähneln und mindestens 16 % Rohfaser enthalten. Futterumstellungen sollten in kleinen Schritten vollzogen werden.

Die Ernährung mit kommerziellen Trockenfuttermitteln für den Heimtierbereich entspricht in der Regel nicht den physiologischen Bedürfnissen von Kaninchen, da die angebotenen Produkte als wesentliche Inhaltsstoffe verschiedene Getreidearten, Melasse oder Honig enthalten und zu energiereich sind. Handelsübliche Mischfuttermittel werden nur in geringem Umfang (maximal ein Teelöffel pro Tag) vertragen. Deren leichte Verdaulichkeit hat verschiedene negative Effekte: neben der Tatsache, dass die Tiere infolge des zu hohen Energieangebotes verfetten, kommt es durch den geringen Gehalt an Rohfasern zu einer „Unterforderung“ des Darmes, die zu bakteriellen Fehlbesiedlungen (Dysbakterie) und damit verbundenen Durchfallerkrankungen führen kann. Der zu geringe Zahnabrieb begünstigt die Entstehung von schwerwiegenden Maulhöhlenerkrankungen. Die Verfettung bei übermäßiger Kraftfuttergabe führt zu weiteren Problemen wie Kreislaufschwäche oder wunden Läufen. Zwergkaninchen kann man ausreichend mit Frischfutter und Heu ernähren.

In den Haltungen der Rassekaninchenzüchter und Selbstversorger bildet die Verwertung geeigneter Küchen- und Gartenabfälle, sowie die Nutzung selbst angebauter Futterpflanzen (z. B. Mais, Rüben, Topinambur, Markstammkohl, Klee, Luzerne) eine wichtige Grundlage der Kaninchenernährung.

Grundlegender Nahrungsbestandteil von Kaninchen sind Heu und Wasser. Heu aus jungen Pflanzen enthält viel Eiweiß und Nährstoffe, Heu aus älteren Pflanzen dagegen viel Rohfaser. Das Heu sollte einen wesentlichen Anteil von Wiesenkräutern haben. Um Verschmutzungen der Nahrung zu vermeiden, bietet sich die Verwendung entsprechender Vorratsbehältnisse (Raufe, Trinkflasche) an. Die Wasseraufnahme hängt vom Grünfutteranteil ab.

Neben Heu und Wasser ist Frischfutter für Kaninchen der zweite wesentliche Nahrungsbestandteil. Es sollte stets frisch sein. Übliche Nahrungsbestandteile sind Fenchel, Möhren, Gurke, Apfel, Feldsalat, Knollensellerie, rote Beete, Petersilie, Löwenzahn, Schafgarbe, Johannisbeerblätter, Kohlrabiblätter und andere frische Kräuter. Frisches Gras-Wildkräutergemisch kann nach der Gewöhnung in großen Mengen angeboten werden. Der Obstanteil sollte den Gemüseanteil aufgrund seines hohen Zuckergehaltes nicht übersteigen. Kohlrabiblätter, Luzerneprodukte, Petersilie und Broccoli sollten nur in Maßen verfüttert werden, da der hohe Kalziumgehalt der Blätter zumeist zur Ausfällung von Kalziumoxalatkristallen in der Harnblase führt. Diese können zur Bildung von Blasensteinen führen, welche nur operativ entfernt werden können. Sämtliche Kohlarten wie Weißkohl und Rotkohl können Blähungen bis hin zur oftmals tödlich verlaufenden Trommelsucht verursachen und sollten daher anfangs nur sparsam verfüttert werden.

Die Haltung von Kaninchen sollte sich genau wie die Fütterung an den natürlichen Verhaltensmustern der Tiere orientieren. Kaninchen leben in freier Wildbahn in größeren Gruppen, zeigen eine ausgeprägte soziale Hierarchie und Revierverhalten; als Rückzugsraum dienen selbst gegrabene Höhlen. Die Haltung eines einzelnen Kaninchens ohne entsprechende Beschäftigung ist daher streng genommen tierschutzwidrig. Für die häufig praktizierte Form der gemeinsamen Haltung eines Kaninchens und eines Meerschweinchens gilt diese Aussage ebenfalls. Bei einer reinen Käfighaltung ohne Auslauf kann das Bewegungsbedürfnis der Tiere nicht befriedigt werden. Im Allgemeinen rechnet man pro Kaninchen 2 m2 Platz und 4 Stunden Auslauf an.

Die Lust am Knabbern ist für Kaninchen arttypisch. Deshalb sind Hauskaninchen für den unbeaufsichtigten Freilauf in der Wohnung ungeeignet, insbesondere wenn elektrische Kabel für die Tiere erreichbar sind. Falls es nicht möglich ist, die Kabel für das Kaninchen unerreichbar zu verlegen, muss es beim Auslauf immer beaufsichtigt werden. Ist die Bewegungsfreiheit überwiegend eingeschränkt, wie z. B. bei Käfig- und Stallhaltung, müssen die Krallen der Kaninchen regelmäßig geschnitten werden.

Meerschweinchen
  
Meerschweinchen haben ihren Ursprung in Südamerika und wurden ab dem 16. Jahrhundert Hausmeerschweinchen nach Europa importiert. Sie kommen in einer Vielzahl von Farb- und Fellvariationen vor. Es gibt kurzhaarige, langhaarige und Tiere mit gekräuseltem Haar sowie Fellvariationen mit Wirbeln am Körper oder speziellen Kopfwirbel.
 
Haltung und Pflege

Ausgewachsene Meerschweinchen erreichen ein Körpergewicht von 700-1500 Gramm. Sie sind Pflanzenfresser und benötigen kein tierisches Eiweiß. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Heu, dazu brauchen Meerschweinchen zu einer ausgewogenen Ernährung aber auch Frischfutter, z.B. Gras und Obst. Auch sollten den Kleinen Zweige zur Verfügung stehen, an denen sie ihre Nagezähne abschleifen können.

Meerschweinchen fühlen sich in Gruppen ab zwei Tieren wohl. Eine Einzelhaltung ist nicht artgerecht. Möglich sind gleichgeschlechtliche Gruppen sowie auch Gruppen mit einem kastrierten Böckchen und einem oder mehreren Weibchen. Bei gleichgeschlechtlichen Gruppen empfiehlt es sich, eine gerade Anzahl von Tieren zu halten, weil diese in der Gruppenstruktur harmonischer scheinen.

Die kleinen Nager sind sehr robust und können unter bestimmten Bedingungen sogar ganzjährig draußen gehalten werden. Zumeist werden Meerschweinchen aber in Ställen gehalten. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Kleinen täglich mindestens ein bis zwei Stunden Auslauf haben. Zur Standardausrüstung eines Käfigs gehört eine nichtstaubende Einstreu und Stroh sowie Futternäpfe für Trockenfutter, eine Heuraufe, eine Trinkflasche mit ständig ausreichend Wasser und ein Unterschlupf, der dem Fluchtverhalten des Meerschweinchens gerecht wird.

Meerschweinchen vermehren sich sehr schnell, daher sollte man Böcke und Weibchen getrennt halten, wenn man keine Jungen will oder die erwachsenen Meerschweinchen kastrieren bzw. sterilisieren lassen.
 

Mäuse

 

Die Hausmaus (Mus musculus) ist eine zu den Altweltmäusen (Murinae) gezählte kleine Art der Langschwanzmäuse (Muridae) und als solche ein Nagetier. Sie kommt in fast allen Ländern vor und lebt oft mit dem Menschen zusammen.

Die Hausmaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 7 bis 11 cm, eine Schwanzlänge von 7 bis 10 cm und ein Gewicht von ca. 20 - 25 g; die in Labors gehaltenen weißen Mäuse und die sog. Farbmäuse können wesentlich schwerer werden, 45 - 60 Gramm sind keine Seltenheit. Die oberen Nagezähne sind etwas eingekerbt. Der Körper ist oberseits mausgrau bis braungrau, die Unterseite ist etwas heller. Der Schwanz ist mit deutlich sichtbaren Schuppenringen versehen und spärlich behaart. Ausgewachsene Hausmäuse lassen sich von den ähnlich aussehenden Wühlmäusen relativ leicht unterscheiden: Bei Wühlmäusen ist der Schwanz stets deutlich kürzer als die Hälfte ihres Rumpfes (Nase bis Schwanzansatz), bei Hausmäusen ist er stets deutlich länger als die Hälfte des Rumpfes.

Ernährung

Hausmäuse sind so genannte Allesfresser: Sie verzehren zwar überwiegend pflanzliche Nahrung (zum Beispiel herab gefallene Samen von Gräsern, Nüsse und Wurzeln), nutzen aber beispielsweise auch lebend erbeutete Insekten für ihre Ernährung.

Fortpflanzung

Bei entsprechendem Nahrungsangebot ist die Hausmaus das ganze Jahr über fortpflanzungsfähig. Bis zu acht Würfe mit durchschnittlich drei bis acht Jungen im Jahr sind möglich, aber keineswegs die Regel. Wenn sich aber ihre Nahrungsreserven und das Platzangebot verknappen, also sozialer Stress entsteht, verzögern sich die Eireifung und die Brunst. Diese hormonelle Steuerung schützt letztlich vor einer Überbevölkerung.

Die Jungtiere werden nackt, blind, taub und unpigmentiert geboren und wiegen weniger als 1 g; einzig die festverschlossenen Augen sind bei Wildmäusen bereits dunkel, bei weißen Mäusen hingegen ebenfalls völlig farblos. Um den 10. Lebenstag herum sind die Nestlinge von einem gleichmäßigen Flaum aus kurzen Haaren überzogen, und am 15. oder 16. Tag nach der Geburt öffnen sich die Augen. Ab dem Alter von etwa 21 Tagen können sie von der Mutter abgesetzt werden. Im Alter von 3 Wochen haben sie ein Körpergewicht von etwa 6 g erreicht. Im Alter von 6 Wochen sind sie geschlechtsreif; wirklich zuchtreif sind sie ab der 8. Woche. Die Tragezeit beträgt ca. drei Wochen.

Die Lebenserwartung von Wildfängen der Hausmaus beträgt in der Tierhaltung zwei bis drei Jahre, einzelne Tiere können deutlich älter werden. Durch innerartliche Konkurrenz und Feinddruck ist die Lebenserwartung von Hausmäusen im Freiland erheblich geringer.

Hausmäuse als Heimtiere

Die domestizierte Form der Hausmaus (Farbmaus, „weiße Maus“) wird auch als Heimtier gehalten. Es sollte auf eine ausreichend große Behausung sowie die Möglichkeit zur Kommunikation mit Artgenossen geachtet werden. Einzelhaltung ist keine artgerechte Haltung und sollte vermieden werden. Domestizierte Hausmäuse sind in der freien Wildbahn nicht längerfristig überlebensfähig.

Ratten

Die echten Ratten (Rattus) bilden eine Gattung in der Unterfamilie der Altweltmäuse (Murinae) innerhalb der Familie der Langschwanzmäuse (Muridae) und gehören somit zu den Nagetieren (Rodentia).

Ernährung

Ratten sind wahre Spezialisten auf dem Gebiet des Überlebens und der Anpassung. Die Reisratte und die Bambusratte haben ihre Namen erhalten, weil sie sich fast ausschließlich von Reis beziehungsweise von Bambus ernähren. Die Ratten zählen aber nicht zu den echten Allesfressern. In Notzeiten können sie sich zwar von den abenteuerlichsten Dingen wie beispielsweise Seife, Leder, Papier, Textilien und Holz ernähren und verschmähen dann natürlich auch tierische Kost wie z.B. Würmer, Insekten und kleine Vögel nicht. Wenn sie jedoch die Wahl haben, ziehen sie vegetarische Lebensmittel vor. Etwa 10 % ihrer tierischen Nahrung dienen ihnen als Zukost. In Städten finden sie vor allem in der Umgebung des Menschen (Vorratshaltung, Abfälle) geeignete Nahrung. Ihren Eiweißbedarf deckt die Ratte vorwiegend durch Körnernahrung und Nüsse.
Da Ratten keinen Würgereflex besitzen und ihre Schluckbewegung auch nicht umkehren können, sind sie auch nicht in der Lage, sich zu erbrechen, um Unverdauliches oder ihnen gar Gefährliches wieder rechtzeitig loszuwerden.

Fortpflanzung

Ratten sind sehr fruchtbare Tiere. Bereits im Alter von etwa sechs Wochen tritt bei ihnen die Geschlechtsreife ein. Domestizierte Rattenweibchen können allerdings schon mit 5 Wochen geschlechtsreif sein. Im Jahr hochgerechnet kommt ein freilebendes Rattenweibchen auf bis zu sechs oder acht Würfe, der Durchschnitt liegt bei vier. Die Jungen (pro Wurf etwa fünf bis achtzehn) kommen meist in den Monaten März und April, sowie im Spätsommer (September) zur Welt. Doch nur etwa 5 % überleben das erste Jahr. Bei Nahrungsknappheit oder Überpopulation kann das Weibchen bei Schwangerschaft die Föten zurückbilden. Bei einem domestizierten Rattenweibchen können die Würfe bis zu zwanzig Jungen groß sein, da sie nicht durch Nahrungsmangel, Feinde oder eingeschleppte Krankheiten bedroht sind.

Degus

Die Strauchratten oder Degus (Octodon) sind eine Nagetiergattung aus der Familie der Trugratten (Octodontidae).

Es existieren vier Arten:

    * Der Gewöhnliche Degu (Octodon degus), der als Heimtier weit verbreitet ist,
    * der Walddegu (Octodon bridgesi),
    * der Küstendegu (Octodon lunatus) und
    * der Pazifikdegu (Octodon pacificus).

Merkmale

Strauchratten erreichen eine Kopfrumpflänge von 12 bis 20 Zentimeter und eine Schwanzlänge von 10 bis 16 Zentimeter. Gewöhnliche Degus wiegen 170 bis 300 Gramm, die anderen Arten dürften etwas schwerer sein. Das Fell dieser Tiere ist gelbbraun oder graubraun gefärbt, eine pinselartige Schwanzquaste ist nur beim Gewöhnlichen Degu vorhanden. Bei allen vier Pfoten sind die ersten vier Zehen gut entwickelt und mit scharfen Krallen versehen, die fünfte Zehe ist zurückgebildet. Der Kopf ist relativ wuchtig, die Augen und Ohren relativ groß. Die Schneidezähne sind orange gefärbt, die Höcker der Molaren in Form einer Acht angeordnet, worauf auch der Gattungsname Octodon („Achtzahn“) anspielt.

Lebensweise

Die Lebensweise der einzelnen Arten unterscheidet sich, ist aber nur beim Gewöhnlichen Degu besser erforscht. Dieser ist tagaktiv, während andere Vertreter (zumindest der Walddegu) nachtaktiv sind. Gewöhnliche Degus leben in Gruppen in selbst gegrabenen Bauen, ob das auch für die anderen Arten zutrifft, ist unklar. Die Nahrung besteht aus verschiedenen Pflanzenteilen.

Chinchillas

Die Chinchillas (Chinchillidae) sind eine in Südamerika lebende Familie der Nagetiere. Diese umfasst drei Gattungen, neben den als Pelzlieferant und Heimtier bekannten Eigentlichen Chinchillas noch die Hasenmäuse und Viscachas mit insgesamt sechs Arten.

Chinchillas sind mittelgroße Nagetiere, die durch einen schlanken Körper mit dichtem, weichem Fell und einem langen, buschigen Schwanz charakterisiert sind. Das Fell ist grau oder graubraun gefärbt, wobei die Unterseite heller ist. Ihr Kopf ist groß und hat eine breite Schnauze, die Augen sind groß und die Ohren länglich. Die Vorderbeine sind kurz, die Vorderfüße haben vier Zehen. Die Hinterbeine sind deutlich länger und muskulöser und enden in drei (Viscacha) oder vier (Hasenmäuse und Eigentliche Chinchillas) Zehen. Diese Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 23 bis 65 Zentimetern und eine Schwanzlänge von 8 bis 40 Zentimetern. Ihr Gewicht liegt zwischen 500 Gramm und 8 Kilogramm.

Die Zahnformel lautet wie bei allen Meerschweinchenverwandten I1-C0-P1-M3, insgesamt also 20 Zähne. Die Schneidezähne sind wie bei allen Nagetieren als Nagezähne ausgebildet, aber relativ klein, die Backenzähne sind ebenfalls wurzellos.

Verbreitung

Chinchillas sind im westlichen und südlichen Südamerika beheimatet, ihr Verbreitungsgebiet umfasst das südliche Peru, Bolivien, Argentinien und Chile.

Lebensweise

Eigentliche Chinchillas und Hasenmäuse sind Bewohner gebirgiger Regionen, während Viscachas grasbewachsene Ebenen als Lebensraum haben. Alle Arten sind eher nachtaktiv, als Unterschlupf dienen ihnen Höhlen, Felsspalten oder im Fall der Viscachas selbstgegrabene Baue. Alle Arten leben in Gruppen zusammen, deren Größe von einigen wenigen Tieren bis zu mehreren hundert variieren kann. Alle Arten sind Pflanzenfresser.

Chinchillas und Menschen

Eigentliche Chinchillas sind als Heimtier und als Pelzlieferant weit verbreitet und werden auch auf Farmen gehalten. In freier Wildbahn ist die Lage hingegen besorgniserregend. Lebensraumzerstörung und Bejagung haben die Bestände aller Arten stark dezimiert. Das Kurzschwanz-Chinchilla gilt als vom Aussterben bedroht.

 

Quelle: www.wikipedia.de

 

 

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